FAQs & Rahmenbedingungen

einer Psychotherapie oder Beratung

Verschwiegenheit

 

Eine Psychotherapie unterliegt der uneingeschränkten und gesetzlich vorgeschriebenen Verschwiegenheit:

§15 des Psychotherapiegesetzes lautet: "Der Psychotherapeut sowie seine Hilfspersonen sind zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet." Die Verschwiegenheitsverpflichtung bleibt ebenso nach Beendigung der Therapie weiter bestehen! 

Was bedeutet Privatpraxis?

Psychotherapie ist in Österreich größtenteils nach wie vor eine private Leistung und ähnelt dem Wahlarzt-System. Nach ärztlicher Zuweisung und Diagnose ist ein Kostenzuschuss durch alle Kassen bzw. Privatversicherungen möglich.

Kosten – lt. Info OÖLPPsyonline u. a.: Durchschnittlich bewegen sich die Kosten einer Psychotherapie bei niedergelassenen und eingetragenen Psychotherapeut:innen jeweils ortsüblich regulär zwischen € 95 und € 150 pro Einheit (50 Minuten). (Info OÖLP Seite »)


Wir orientieren uns bei den in unserer Honorarrichtlinien nach den Empfehlungen des ÖBVP / OÖLP. Folgend finden Sie die in unserer Praxis derzeit geltenden Honorarsätze: 

24h-Absage-Regelung

Gebuchte Termine sind verbindlich und bis spätestens 24 Stunden vorher abzusagen - aus administrativen Gründen bitte bis spätestens 13:00 Uhr am Vortag.

 

Geschieht eine Absage nicht zeitgerecht oder gar nicht, muss die vereinbarte Sitzung in voller Höhe als Ausfallhonorar in Rechnung gestellt werden, da der zuvor vereinbarte Termin nur für Sie reserviert und freigehalten wird.

Ablauf

Im Erstkontakt werden mit Ihnen die notwendigen formalen Rahmenbedingungen besprochen und Ihre offenen Fragen geklärt. Anschließend wird einen Termin für ein Erstgespräch vereinbart, in dem wir uns gegenseitig persönlich kennenlernen können. Wenn Sie sich für eine Psychotherapie entscheiden, werden am Ende des Erstgespräches die ersten Folgetermine vereinbart. Wichtige Bestandteile der ersten Sitzungen sind die Diagnostik sowie das gemeinsam Erarbeiten Ihrer Therapieziele und wir werden zusammen die notwendigen Strategien entwickeln, um diese zu verwirklichen.

 

Im Laufe des Therapieprozesses können sich die Ziele auch ändern, bzw. neue Themen sich ergeben, die ebenfalls berücksichtigt werden wenn Sie das möchten. Im Therapieprozess sind absolute Transparenz, Freiwilligkeit, Eigenverantwortung sowie eine Orientierung an Ihren persönlichen Ressourcen (Ihren Stärken und vorhandenen Fähigkeiten) sehr wichtig und die vereinbarten therapeutischen Schritte werden immer wieder gemeinsam besprochen, geplant, geübt und reflektiert.

 

Die Therapie ist dann beendet, wenn Sie Ihre persönlichen Therapieziele erreicht oder das Gefühl haben, dass für Sie ein Weiterführen der Therapie nicht mehr notwenig ist. 

 

Alle wichtigen Informationen rund um eine Psychotherapie oder Beratung, das Setting, die Honorarrichtlinie und Tarife sowie einem möglichen Kostenzuschuss durch Ihre jeweilige Krankenkasse entnehmen Sie bitte den Rahmenbedingungen.

Was Psychotherapie kann und was sie nicht kann

Psychotherapie und Beratung können kurativ, lindernd, emanzipatorisch, gesundheitsfördernd oder präventiv und persönlichkeitsentwickelnd sein. Dabei sind Freiwilligkeit und Eigenverantwortung bedeutsame Aspekte.

 

Eine Psychotherapie kann keine notwendige medizinische Behandlung oder fachärztliche Abklärung ersetzten. In der Akut-Phase und bei bestimmten Symptom- und Störungsbildern ist diese häufig notwendig. Es kann vorkommen, dass ein psychotherapeutisches Arbeiten überhaupt erst durch eine zuvor angemessene und notwendige medizinische Abklärung und fachärztliche Behandlung möglich wird. 

 

Die psychotherapeutische Diagnostik ist eine Prozess-Diagnostik, das bedeutet, dass diese Zeit in Anspruch nimmt. Zusätzliche kann auch eine medizinische Abklärung und Diagnostik notwendig werden.

Kontraindikationen für eine ambulante Psychotherapie

  • Zustand einer akuten Psychose
  • akuter regelmäßiger Drogenkonsum sowie ein Zustand eines akuten Entzuges
  • eine akute Manie
  • eine schwere Depression
  • eine akute Suizidalität
  • hirnorganische Störungen
  • ein "fehlendes" Störungsmodell

Die beschriebenen Punkte stellen beispielsweise Kontraindikationen für eine ambulante psychotherapeutische Behandlung dar – in diesen Fällen ist eine fachärztliche Abklärung sowie eine medizinische Behandlung unbedingt notwendig und Voraussetzung für eine weitere psychotherapeutische Behandlung.