Ablauf & Rahmenbedingungen

einer Psychotherapie oder Beratung

Wie eine Psychotherapie oder Beratung ablaufen kann:

1. ERSTGESPRÄCH

Das Erstgespräch soll dazu dienen, dass wir einander persönlich kennenlernen und die Rahmenbedingungen einer Psychotherapie abklären können.

Sollte ich eine ärztliche Abklärung Ihrer Beschwerden für notwendig erachten und noch keine medizinischen Befunde vorliegen, werde ich Sie bitten sich auch noch fachärztlich zu Beginn der Therapie abklären zu lassen (Eine Psychotherapie kann eine möglicherweise notwendige medizinische und fachärztliche Behandlung nicht ersetzten). Sobald Sie sich für eine Therapie entschieden haben, vereinbaren wir weitere Termine. 


2. PROBLEMANALYSE/
DIAGNOSTIK

Während der ersten Sitzungen lerne  ich Ihre Probleme, die Symptome, Ursachen und die individuellen Entstehungsgeschichten verstehen, sowie die Faktoren, die für die Aufrechterhaltung der Problemstellung verantwortlich sind. Um Sie und Ihre Geschichte kennenzulernen und die Zusammenhänge zu verstehen werde ich Ihnen viele Fragen stellen. In der anschließenden Problemanalyse werden wir Ihren Beschwerden und Themen auf den Grund gehen.


3FESTLEGEN DER THERAPIEZIELE

Anschließend werden wir gemeinsam Ihre ersten Therapieziele definieren und uns konkrete Lösungsstrategien für Ihre Problem- und Fragestellungen überlegen, sowie die dafür notwenigen lösungsorientierten Schritte. 


4AUSWAHL DER METHODIK

Gemeinsam werden wir die notwendigen Strategien entwickeln, um die zuvor definierten Therapieziele zu erreichen. Im Laufe des Therapieprozesses können sich diese auch ändern, bzw. neue Themen sich ergeben die ebenfalls berücksichtigt werden, wenn Sie das möchten.

Im Therapieprozess ist mir absolute Transparenz, sowie eine Orientierung an Ihren persönlichen Ressourcen (ihren Stärken und vorhandenen Fähigkeiten) sehr wichtig und wir werden jeden therapeutischen Schritt gemeinsam besprechen, planen und reflektieren.


5LEBENSSTIL-MODIFIKATION

In unserer gemeinsamen Arbeit werden von mir symptomorientierte (behaviorale und kognitive), psychophysische, ebenso wie personen- und hintergrundorientierte (systemisch-biographische und sozioökonomische) Aspekte berücksichtigt.


6KONKRETE PLANUNG

Hier geht es um die Aktivierung Ihrer persönlichen Ressourcen, die Planung konkreter und für Ihren Therapieprozess hilfreicher Aktivitäten und das Einübung neuer Verhaltensmuster und gesunder Gewohnheiten bis zum Abschluss der Therapie.


7THERAPIE-ABSCHLUSS

Die Therapie ist beendet, wenn Sie Ihre persönlichen Therapieziele erreicht haben und das Gefühl haben, dass für Sie ein Weiterführen der Therapie nicht mehr notwenig ist.

Eine Psychotherapie folgt dem Prinzip der Freiwilligkeit, deswegen kann eine Therapie bzw. Beratung natürlich auch jederzeit beendet werden – ich möchte Sie jedoch in diesem Fall bitten, dass wir ein letztes Abschlussgespräch vereinbaren. 


Für mich gilt bei der Anzahl der Sitzungen der Grundsatz: So viele wie nötig, so wenige wie möglich!

Dauer einer Psychotherapie

 

Am Beginn der Therapie wird in der Regel empfohlen, dass die  Sitzungen einmal pro Woche  bzw. nach Möglichkeit regelmäßig stattfinden (auf Wunsch, Möglichkeit sowie bei Bedarf sind auch erweiterte Einheiten, zwei Einheiten oder eine Doppeleinheit pro Woche möglich).

 

Pauschal ist es kaum möglich konkrete Angaben zur Gesamtdauer einer Psychotherapie zu machen, da die Anzahl und auch die Frequenz der Sitzungen nicht nur von der Schwere der Symptomatik, den Themenstellungen oder den vereinbarten und angestrebten Therapiezielen, sondern auch von Ihren Möglichkeiten abhängen. 

 

Mir ist bewusst, dass die Kosten einer Therapie für meine Patient*Innen eine Belastung darstellen können, deshalb gilt für mich bei der Anzahl der Sitzungen der Grundsatz: so viele wie nötig, so wenige wie möglich! 

Verschwiegenheit

 

Die Therapie unterliegt der uneingeschränkten  und  gesetzlich vorgeschriebenen Verschwiegenheit.

 

§15 des Psychotherapiegesetzes lautet: "Der Psychotherapeut sowie seine Hilfspersonen sind zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet."

 

Das bedeutet, dass ich keinerlei Auskünfte gegenüber Dritten zu den mir anvertrauten Therapiegeheimnissen und meinen Patient*Innen / Klient*Innen geben darf, weder gegenüber Partnern, Familienmitgliedern, oder anderen privaten und öffentlichen Einrichtungen. 

Die Verschwiegenheitsverpflichtung gilt auch in der Supervision und bleibt ebenso nach Beendigung der Therapie weiter bestehen! 

 

Die selbe gesetzliche und ethische Verschwiegenheit gilt auch für psychotherapeutische Hilfskräfte (bspw. die Assistentin, etc.).


Sitzungen

  • Eine Einzelsitzung dauert in der Verhaltenstherapie üblicherweise 50 Minuten.
  • Die Häufigkeit der Einheiten sowie die Gesamtdauer einer Therapie richten sich nach Ihrer Problemstellung und Ihren Möglichkeiten.
  • Zielgruppen in meiner Praxis sind junge Erwachsene, Erwachsene sowie ältere Menschen. 

Infos zum Kostenzuschuss

Für die Gewährung des Kostenzuschusses bei Vorliegen / Feststellung einer krankheitswertig klassifizierbaren Diagnose, muss spätestens bis zur 2. Therapiesitzung auf einem eigenen Formular eine ärztliche Untersuchung (z.B. vom Hausarzt) bestätigt werden. Dieser Kostenzuschuss wird nach Einreichen der Honorarnote (auf der in diesem Fall eine vorläufige Diagnose stehen muss), Ihrer Zahlungsbestätigung und der Bestätigung der ärztlichen Untersuchung von Ihrer Sozialversicherung übernommen. Für die ersten 10 Sitzungen reicht meist die ärztliche Bestätigung. Für einen weiteren Kostenzuschuss muss bis spätestens vor der 11. Sitzung ein entsprechender Antrag gestellt werden. Üblicherweise wird eine bestimmte Anzahl an Sitzungen gewährt und wenn notwendig muss eine neuerliche Verlängerung dann wieder beantragt werden.

Private Zusatzkrankenversicherungen für ambulante Heilbehandlungen erstatten häufig den Rest der Therapiekosten (je nach Versicherungspaket bis zu einem bestimmten jährlichen Maximalbetrag) zurück. Wenn Sie privat versichert sind klären Sie bitte persönlich ab, wie genau eine diesbezügliche Regelung in Ihrer Zusatzversicherung vorgesehen ist. Mehr lesen zu Kosten & Tarifen »

Was Psychotherapie kann und was sie nicht kann

Psychotherapie und Beratung können kurativ, lindernd, emanzipatorisch, gesundheitsfördernd oder präventiv und persönlichkeitsentwickelnd sein. Dabei sind Freiwilligkeit und Eigenverantwortung bedeutsame Aspekte.

 

Eine Psychotherapie kann keine möglicherweise notwendige medizinische Behandlung oder fachärztliche Abklärung ersetzten. Gerade in einer Akut-Phase und bei bestimmten Symptom- und Störungsbildern ist diese häufig notwendig und es kann vorkommen, dass ein psychotherapeutisches Arbeiten überhaupt erst durch eine zuvor angemessene und notwendige medizinische Abklärung und (medikamentöse) Behandlung möglich wird. 

 

Die psychotherapeutische Diagnostik ist häufig eine Prozess-Diagnostik, das bedeutet, dass diese Zeit in Anspruch nimmt und keinen absoluten Wahrheitsanspruch darstellt, weshalb auch eine zusätzliche medizinische Abklärung notwendig sein kann. In der Verhaltenstherapie stehen uns dafür die ersten Stunden, auch probatorische Sitzungen genannt, zur Verfügung. Es kann auch vorkommen, dass sich die Symptome im Therapie-Verlauf verändern und die Diagnostik bzw. das therapeutische Vorgehen an diese, während des therapeutischen Prozesses entstandenen neuen Gegebenheiten, angepasst werden müssen.


Kontraindikationen für eine Psychotherapie

  • Zustand einer akuten Psychose
  • akuter regelmäßiger Drogenkonsum sowie ein Zustand eines akuten Entzuges
  • eine akute Manie
  • eine schwere Depression
  • eine akute Suizidalität
  • hirnorganische Störungen
  • ein "fehlendes" Störungsmodell

Die beschriebenen Punkte sind beispielsweise Kontraindikationen für eine psychotherapeutische Behandlung – in diesen Fällen ist eine fachärztliche Abklärung sowie eine medizinische Behandlung unbedingt notwendig und Voraussetzung für eine weitere psychotherapeutische Behandlung (auch wenn diese gegebenenfalls im Verlauf des therapeutischen Prozesses auftreten sollten, kann eine Psychotherapie eine medizinische und fachärztliche Behandlung nicht ersetzen und sollte eine solche Pause vorkommen, ist der medizinischen Behandlung der Vorrang zu geben).


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