Identitätsentwicklung & Selbsterfahrung

Die Entwicklung der eigenen Identität stellt einen Lebenslangen Prozess dar. Als Identität verstehen wir die Einzigartigkeit eines Menschen, die einzigartige Persönlichkeitsstruktur.  


Wer bin ich?

Wer bin ich? Worüber definiere ich mich? Was macht mich aus? Wer bezieht sich auf mich? Auf wen beziehe ich mich?

Die Identität eines Menschen verändert sich im Verlauf des eigenen Lebens. Darin inbegriffen verändert sich auch das eigene Selbstbild (Ich-Identität), die Selbstwahrnehmung im Kontext des eigenen Leib-Selbst (Wie sehe ich mich selbst?) sowie der persönlichen Lebensumwelt (Wie werde ich von meinem Mitmenschen wahrgenommen?).

 

Laut H.G. Petzold gehören zum Konzept der Identität: 

– Leib und Leiblichkeit

– das soziale Netzwerk/soziale Bezüge

– Arbeit und Leistung

– materielle Sicherheit und

– Werte

 

Vor allem in den Übergängen von Lebensphasen, beispielsweise die erste eigene Wohnung, neue Beziehungen, Vater- und Mutterschaft, Klimakterium, Pensionsantritt etc., kommt es häufig zu einer Identitätsdiffusion – die in der vorigen Lebensphase stabile Identität verändert sich und neue Identitätsentwürfe müssen erarbeitet werden.

Identitätsarbeit tritt immer stärker auch in den Mittelpunkt von Therapiezielen, da sich persönliche, Familien-, soziale und Arbeitsstrukturen und Konzepte in der heutigen Zeit in einem Umbruch befinden und gängige Konzepte häufig keinen Halt und keine Orientierung mehr geben können.

 

Ebenso verändern sich die Konzepte von Geschlechterrollen und neuen Lebensformen. Traditionelle Konzepte von männlich und weiblich, Beziehungen und Sexualität treten mehr und mehr in den Hintergrund. Diese zunehmende und einer höchstpersönlichen Individuation entsprechende gesellschaftliche Entwicklung, fordert jedoch umso mehr jeden einzelnen Menschen, sich mit der eignen Identität, der eigenen Weltsicht und dem eigenen Lebenskonzept auseinanderzusetzen.


Es ist nicht leicht, den eigenen Platz zu finden.

"Wer bin ich? Wer will ich sein? Was macht mich aus? Wie bin ich? Wie will ich mein Leben führen und gestalten?" Das sind Fragen, die noch nie zuvor so eine große Bedeutung für jeden einzelnen haben, wie in unserer heutigen Zeit!

 

So großartig die zunehmende Offenheit und Diversität in unserer Gesellschaft ist, genauso kann daraus eine große persönliche Herausforderung entstehen und auch ein Spannungsfeld – Konflikte mit der eigenen sozialen Umwelt, persönliche Überforderung sowie Orientierungslosigkeit sind nicht selten Folgen. 

 

Männer und Frauen, aber vor allem auch Menschen, die sich weder der einen, noch der anderen Geschlechtsidentität wirklich zugehörig fühlen, stehen heute häufig vor der großen Herausforderung sich selbst und ihren eigenen Platz in dieser Welt zu finden, sowie im Verlauf ihres Lebens und den verschiedenen Lebensphasen weiterzuentwickeln. Hier kann Psychotherapie und Beratung eine große Unterstützung und Hilfestellung sein.


Mögliche Themenstellungen:

– männliche Identität (Was bedeutet Mann-sein? Was ist für mich "männlich"?)

– weibliche Identität (Was bedeutet für mich Frau-Sein?)

– nicht-binäre Selbstkonzepte

– Geschlecht und Geschlechtsidentität

– sexuelle Identität (Wie möchte ich Sexualität leben? Die eigene sexuelle Orientierung? ...) 

– Vaterschaft, Mutterschaft (Was bedeutet es für mich Vater/Mutter zu werden/zu sein?)

– Identitätskrisen (Herausfordernden Lebensübergängen/-veränderungen, z.B. Elternschaft, Pensionsantritt, Jobverlust, Beziehungen, Sexuelle Veränderungen und die eigene sexuelle Orientierung, Singe-Sein, ...

– Identität in neuen Medien (Wer will ich sein? Wie will ich wahrgenommen werden? – angenommene Identität in sozialen Medien)

– persönlichen Entwicklungspotentiale ausschöpfen lernen

– Selbstfindung und Selbsterfahrung


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